Warum Sie den Messbereich Ihres Gaswarngeräts kennen müssen

Warum Sie den Messbereich Ihres Gaswarngeräts kennen müssen

James Moody | Dienstag, 26. Januar 2021

Halten sich Ihre Mitarbeiter, ohne es zu merken, länger in einer Umgebung mit gefährlichen Gasen auf – auch wenn sie eine persönliche Schutzausrüstung tragen? 

Experten für den Arbeitsschutz berücksichtigen viele Faktoren für ihre Empfehlung zum Tagen eines Atemschutzes in Umgebungen mit möglicherweise giftigen Gasen. Einer dieser bisher allerdings übersehenen Faktoren ist der Messbereich von Gaswarngeräten, die Mitarbeiter zur Messung giftiger Gase verwenden.

Warum spielt das eine Rolle?

Das NIOSH empfiehlt, abhängig von der möglichen Gefahr durch die Belastung in Teilen pro Million (PPM), unterschiedliche Arten persönlicher Schutzausrüstung (PSA). 

Nehmen wir zum Beispiel mal Ammoniak (NH3), auch wenn das gleiche Prinzip für alle giftigen Gase gilt.

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Im mittleren Westen der USA ist die Nahrungsmittelproduktion die wichtigste Branche. Dazu gehören auch Kühlhäuser, in denen NH3 als Kühlmittel verwendet wird. Allein in Wisconsin und Michigan setzen Unternehmen pro Jahr ungefähr 68 Millionen Kilogramm Ammoniak zur Kühlung ein – somit könnten hunderttausende Mitarbeiter mit diesem Gas in Kontakt kommen. Daher verwenden Mitarbeiter Gaswarngeräte und beachten die NIOSH-Richtlinien, um einen für sie geeigneten Schutz zu gewährleisten. 

Zum Beispiel:

  • Bei einer möglichen Belastung mit bis zu 250 PPM NH3 empfiehlt die NIOSH zum Schutz gegen NH3 das Tragen einer Halbmaske mit einer Gasflasche oder eines umluftunabhängigen Atemschutzgeräts.
  • Liegt das Belastungspotenzial bei bis zu 300 PPM NH3, empfiehlt die NIOSH zum Schutz gegen NH3 ein umluftunabhängiges Atemschutzgerät mit konstanter Frischluftzufuhr oder einen Atemschutz mit Gebläseunterstützung und einer Gasflasche oder ein Kartuschen-Atemschutzgerät mit Gesichtsmaske oder eine Vollmaske mit Filtereinsatz.
  • Bei einer möglichen Belastung über 300 PPM empfiehlt die NIOSH ein schweres Atemschutzgerät oder ein umluftunabhängiges Atemschutzgerät mit Gesichtsmaske.

Für eine präzise Ermittlung der Belastung müssen Ihre Gaswarngeräte den Grad der Belastung gemäß der NIOSH-Richtlinien für PSA ermitteln können. In diesem Beispiel müssten Ihre Gaswarngeräte in der Lage sein, eine NH3-Konzentration von über 300 PPM zu erkennen. Allerdings können die meisten Gaswarngeräte nur eine NH3-Konzentration zwischen 0 und 100 PPM messen. Dies ist ein Problem. Wenn ein Gerät nicht in der Lage ist, eine Konzentration über 300 PPM (oder gemäß der NIOSH-Empfehlung für Ihr spezifisches, giftiges Gas) zu messen, wie können Sie dann wissen, ob Ihre PSA ausreichenden Schutz bietet?

Zur Vermeidung dieses Problems ist die Überprüfung des Messbereichs Ihrer Gaswarngeräte erforderlich – insbesondere wenn in Ihrer Umgebung Gase wie Ammoniak (NH3), Schwefelwasserstoff (H2S), Schwefeldioxid (SO2) oder Kohlenmonoxid (CO) auftreten könnten.

In diesem Fall könnten Ihre Mitarbeiter mithilfe eines Gaswarngeräts mit einem Messbereich über 300 PPM herausfinden, ob sie für Arbeiten in dieser Umgebung ein Atemschutzgerät benötigen. Falls Ihre Gaswarngeräte eine Konzentration bis zu 300 PPM NH3 nicht erkennen können, müssen die Mitarbeiter immer ein Atemschutzgerät tragen, falls die Möglichkeit besteht, dass die Konzentration über dem zulässigen Grenzwert von 50 PPM NH3 liegt.

Abgesehen davon, dass diese Geräte Messwerte liefern, die zur Gewährleistung der Sicherheit wichtig sind, besitzen sie einen höheren Messbereich sowie in der Regel auch eine längere Lebensdauer und sparen Ihnen Kosten im Hinblick auf den Austausch von Sensoren. Gaswarngeräte wie das Ventis Pro5 besitzen normalerweise einen höheren Messbereich und sind daher unempfindlicher gegenüber einer Beschädigung aufgrund der Überschreitung des Messbereichs, was wiederum die Notwendigkeit für den Austausch von Sensoren verringert.

Tun Sie sich selbst einen Gefallen und überprüfen Sie gleich jetzt die Messbereiche Ihrer Gaswarngeräte anhand Ihrer PSA-Anforderungen für alle Gefahren durch giftige Gase. Falls die Messbereiche Ihren PSA-Anforderungen nicht entsprechen, müssen Sie darüber nachdenken, ob die Gaswarngeräte Ihren Mitarbeitern die erforderlichen Schutzfunktionen bieten, um die Sicherheit während der Arbeit zu gewährleisten.