Was ist der „Messbereich“ meines Gaswarngeräts?

Was ist der „Messbereich“ meines Gaswarngeräts?

Dave Wagner | Freitag, 26. Juni 2020

Diese Frage lässt sich tatsächlich auf zwei verschiedene Arten auslegen und die Offensichtliche ist meist nicht die Antwort, die der Benutzer hören möchte. In den meisten Fällen ist „0 bis 1000 ppm“ nicht die richtige Antwort.

Angaben zum Messbereich oder dem Bereich der Konzentrationen, die vom Sensor erkannt werden können, findet man normalerweise auf dem Datenblatt des jeweiligen Gaswarngeräts. Oft genug möchte ein Benutzer mit dieser Frage herausfinden, wie groß der Bereich ist oder welchen Radius das Gaswarngerät abdeckt. Manche Benutzer gehen fälschlicherweise davon aus, dass ihr Gerät sie innerhalb eines Bereichs von X Quadratmetern oder innerhalb eines bestimmten Radius vor gefährlichen Gasen schützt.

Tatsächlich handelt es sich bei den meisten tragbaren Gaswarngeräten allerdings konstruktionsbedingt um passive oder Diffusionsgaswarngeräte. Sie reagieren auf Gas, das im Rahmen des Diffusionsprozesses über die Sensoröffnungen oder Membranen in das Gerät gelangt. Diese Gaswarngeräte können nur bei unmittelbarem Kontakt des Gases mit dem Gerät eine entsprechende Messung vornehmen. Ja, das kann bedeuten, dass Sie sich bei der Arbeit unter Umständen nur wenige Meter von einer tödlichen Gaswolke entfernt aufhalten und diese aufgrund der vor Ort herrschenden Luftströmungen oder anderer Bedingungen nicht erkannt wird.

Aus diesem Grund glauben viele Menschen, dass ein Gaswarngerät mit einer Pumpe ausgestattet sein muss, um wirklich effektiv zu sein. Leider trifft das nicht zu, weil ein Gerät mit einer internen oder aufgesteckten Pumpe auf die gleiche Weise funktioniert, wie ein Diffusionsgerät. Es kann nur das in der direkten Umgebung der Probenleitung oder des Probeneinlasses vorhandene Gas erkennen. Eine einfache Pumpe mit einer Leistung von 500 cm3/Minute kann eine ausreichende Menge Gas ansaugen, um das gesamte Volumen eines Raums mit beachtlicher Größe zu überprüfen.

Behalten Sie also die Luftströmung im Auge und achten Sie darauf, wie Gas unter Umständen in den Bereich diffundieren könnte, in dem Sie arbeiten. Tragen Sie Ihr Gaswarngerät also immer bei sich und hängen Sie es nicht einfach irgendwo auf oder lassen Sie es in dem Bereich liegen, in dem Sie arbeiten, denn dann kann es Ihnen nicht den nötigen Schutz bieten.

Achten Sie auf Ihre Sicherheit!

Dave