Verbesserung von Effizienz und Sicherheit in beengten Räumen durch Verwendung von Bereichsüberwachern

Verbesserung von Effizienz und Sicherheit in beengten Räumen durch Verwendung von Bereichsüberwachern

Industrial Scientific | Freitag, 26. Juni 2020

Vermutlich haben Sie schon eine Million Horrorgeschichten über beengte Räume gehört. Die Person in einem beengten Raum führt routinemäßig Wartungsarbeiten durch und antwortet plötzlich nicht mehr. Der für die Überwachung der Arbeiten zuständige Beobachter begibt sich in den beengten Raum, um nach seinem Kollegen zu sehen, und fällt dem gleichen giftigen Gas zum Opfer. Der tragische Versuch, einem Kollegen spontan zu Hilfe kommen zu wollen, anstatt die geeigneten Sicherheitsprotokolle zu beachten. Laut OSHA stellen mögliche Retter 60 Prozent aller Todesfälle in beengten Räumen dar.

RADIUS BZ1 BEREICHSÜBERWACHER

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Eine ordnungsgemäße Schulung aller Mitarbeiter ist vor der Aufnahme von Arbeiten in oder in der Nähe von beengten Räumen absolut unverzichtbar. Allerdings stehen in der Realität nicht immer genügend Informationen über gefährliche Gase zur Verfügung oder die Arbeiten können nicht unter idealen Bedingungen durchgeführt werden. Dank neuer Technologien für Gaswarngeräte, wie auch für Bereichsüberwacher, können wir aus diesen tragischen Szenarien Lehren ziehen und bessere Kommunikationsverfahren einsetzen. So lässt sich sicherstellen, dass alle Mitarbeiter in der Nähe von beengten Räumen einen Gasalarm nicht nur sehen und hören, sondern auch genau wissen, wo und warum ein Gerät einen Alarm auslöst. Diese neuen Technologien haben das Ziel, Todesfälle bei möglichen Rettern und Unfälle aufgrund unnötiger Evakuierungen zu verhindern. Sie ermöglichen zudem eine schnellere Reaktion bei Notfällen durch geschulte Kollegen vor Ort, statt durch eine zentrale Kontrollstelle, die kilometerweit entfernt ist.

Während es für Mitarbeiter normal ist, die Luft in beengten Räumen mithilfe von tragbaren Gaswarngeräten zu kontrollieren, können Bereichsüberwacher dank der drahtlosen Peer-to-Peer-Kommunikation die Effizienz und Sicherheit von Einsätzen in beengten Räumen deutlich verbessern. Vor allem in solchen Räumen, in denen eine langfristige, kontinuierliche Überwachung erforderlich ist.

Was ist LENS™ Wireless?

LENS Wireless ist ein Peer-to-Peer-Kommunikationsnetz, das eine drahtlose Verbindung zwischen Bereichsüberwachern und Gaswarngeräten für den persönlichen Schutz herstellt. Ein LENS-Netzwerk dient hauptsächlich dazu, die Sicherheit von Mitarbeitern zu erhöhen, indem es Alarme und Gasmessungen in Echtzeit an andere Gaswarngeräte weiterleitet. Anhand dieser Daten hätte der Beobachter aus unserem Beispiel oben gewusst, warum sein Kollege nicht mehr reagiert, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Im Gegensatz zu anderen am Markt erhältlichen Lösungen benötigt LENS Wireless keine externen Kommunikationsnetze wie Mobilfunk- oder Satellitenverbindungen. Daher funktioniert die Kommunikation auch ohne die herkömmlichen Verbindungsdienste in beengten Räumen.

Entscheidende Vorteile von Bereichsüberwachern mit drahtloser Peer-to-Peer-Kommunikation

Überwachung mehrerer beengter Räume:

Laut den OSHA Standards 1910.146(d)(6) können „Beobachter zur Überwachung von mehr als einem Raum, für dessen Betreten eine Genehmigung erforderlich ist, eingeteilt werden, falls die in Paragraph (i) dieses Abschnitts beschriebenen Pflichten für jeden zu überwachenden Raum effizient erfüllt werden können. Ebenfalls können Beobachter eine beliebige Position außerhalb des Raums, für dessen Betreten eine Genehmigung erforderlich ist, einnehmen, solange die in Paragraph (i) dieses Abschnitts beschriebenen Pflichten für jeden zu überwachenden Raum effizient erfüllt werden können.“ Während die OSHA-Vorschriften besagen, dass die gleichzeitige Beobachtung mehrerer beengter Räume vertretbar ist, muss die Auswahl des geeigneten Gaswarngeräts entsprechend den Bedingungen des jeweiligen Raums erfolgen.

Bereichsüberwacher mit einer großen Anzeige, eindeutigen Alarmen und langer Betriebsdauer bieten Funktionen, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen können, während sie gleichzeitig über Kommunikationsmöglichkeiten verfügen, die sowohl die Wirksamkeit als auch die Effektivität von Sicherheitsprogrammen verbessern. So können beispielsweise die Bereichsüberwacher außerhalb beengter Räume platziert werden, um mithilfe von Schläuchen Proben aus dem Inneren der Räume zu nehmen oder auch direkt in diesen Räumen – in beiden Fällen werden die Gasmessungen an andere vernetzte Geräte übertragen. Dies ermöglicht dem Beobachter die flexible Überwachung der Räume über jedes vernetzte Gerät. Falls ein Gerät einen Alarm auslöst, versetzt dies auch alle anderen vernetzten Geräte in den Alarmzustand. Der Beobachter weiß genau, wo das Problem auftrat, da es am Display des Geräts angezeigt wird. So zeigen beispielsweise die Bilder auf der rechten Seite die Messwerte von zwei Radius BZ1 Bereichsüberwachern an. Der obere Bereichsüberwacher befindet sich innerhalb des beengten Raums und hat wegen einer zu hoher H2S-Konzentration einen Alarm ausgelöst. Der untere Bereichsüberwacher ist in der Nähe des Beobachters platziert und zeigt einen Peer-Alarm an, weil in Area_001 eine zu hohe H2S-Konzentration gemessen wurde.

Dank der Verfügbarkeit dieser Informationen weiß ein Beobachter, dass ein Betreten eines beengten Raums ohne die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen gefährlich ist und dass die Person im Inneren evakuiert werden muss. Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie die richtigen Geräte helfen können, Wissenslücken bei unerfahrenen oder nicht richtig geschulten Arbeitern zu schließen. Der Bereichsüberwacher macht laut und deutlich auf die Gefahr aufmerksam, sodass kein Spielraum für Interpretationen oder Zweideutigkeiten bleibt. Zusätzlich zu den Gasmessungen und den Alarmsymbolen erkennt der Beobachter den Unterschied zwischen hohen und niedrigen Alarmstufen und Wartungserinnerungen anhand der variierenden Töne und der unterschiedlich blinkenden Farben, die den jeweiligen Alarmstufen zugeordnet sind. So bedeutet ein rotes Blinken beispielsweise „Evakuieren“ (hohe Alarmstufe), ein rotes und blaues Blinken bedeutet „Nur vorsichtig nähern“ (niedrige Alarmstufe), und ein blaues Blinken deutet auf eine erforderliche Wartungsmaßnahme hin (niedriger Akkustand, fällige Kalibrierung, usw.). Dank dieser Mechanismen lassen sich in Kombination mit der drahtlosen Peer-to-Peer-Kommunikation unnötige Evakuierungen vermeiden, während gleichzeitig Mitarbeiter besser auf die Gefahren in der Nähe von beengten Räumen vorbereitet werden können.

Vorteile der Live-Überwachung

Jederzeit darüber informiert zu sein, welche Bedingungen an der Position von Mitarbeitern und Standorten herrschen, verkürzt die Reaktionszeit, ermöglicht die Weitergabe der exakten Position des Notfalls an die Ersthelfer und warnt diese vor möglichen Gaskonzentrationen vor Ort. Die Vernetzung einer Cloud-basierten Überwachungsplattform mit einem Wireless-Bereichsüberwacher ist die einfachste Möglichkeit, die Echtzeitmessungen eines Bereichsüberwachers anzuzeigen. Die Cloud-Software steht für alle Geräte jederzeit und überall zur Verfügung, wodurch sie einen unmittelbaren Zugriff auf Live-Daten ermöglicht.

Ein umfassenderer Überblick über Umgebungsbedingungen dank Bereichsüberwachung in Echtzeit und erweiterte Warnungen für eine schnelle Reaktion. Zusätzlich erhalten Mitarbeiter und Arbeitgeber durch die ständige Verfügbarkeit der Daten Erkenntnisse zu sich möglicherweise entwickelnden Bedrohungen – so kann das Management Entscheidungen treffen, die eine Verbesserung der Sicherheit am Arbeitsplatz ermöglichen.

Bleiben Sie dran und lesen Sie unseren nächsten Post in der Serie „Beengte Räume“! Sie möchten, dass wir Sie informieren, wenn wir einen neuen Post veröffentlichen? Abonnieren Sie The Monitor, um über aktuelle Veröffentlichungen informiert zu werden!