Stationäre oder persönliche Gaswarngeräte?

Stationäre oder persönliche Gaswarngeräte?

Dave Wagner | Freitag, 26. Juni 2020

Kürzlich erhielten wir im Abschnitt „Fragen Sie die Experten“ der Website eine Frage zu stationären Anlagen zur Überwachung von Gasen. Wir meinen, dass diese Frage im Blog veröffentlicht und eingehender beleuchtet werden sollte. Der Fragesteller wollte Folgendes wissen:

Haben Sie eine Richtlinie zur Nutzung von persönlichen Gaswarngeräten gegenüber Anlagen zur Überwachung von Gasen? Ist die Verwendung von tragbaren Gaswarngeräten beispielsweise ausreichend oder gibt es Szenarien, in denen stationäre Messgeräte erforderlich sind (z. B. an Entlüftungstellen usw.).

Persönliche Gaswarngeräte oder stationäre Anlagen zur Überwachung von Gasen

Persönliche Gaswarngeräte bleiben mit den
Arbeitern verbunden und gewährleisten eine unterbrechungsfreie
Gasüberwachung am Einsatzort.

Das ist eine ausgezeichnete Frage und ich sage gleich zu Beginn, dass es hierzu keine eindeutige Antwort gibt. Ich bin der Meinung, dass man niemals auf ein Gaswarngerät für den persönlichen Schutz verzichten sollte, nur weil der Bereich mit einer stationären Anlagen zur Überwachung von Gasen ausgestattet ist. Tragbare Gaswarngeräte für den persönlichen Schutz und stationäre Anlagen zur Überwachung von Gasen werden üblicherweise für unterschiedliche Zwecke verwendet. Stationäre Anlagen werden üblicherweise in erster Linie platziert, um das Werk zu schützen, verhängnisvolle Lecks zu erkennen oder als Frühwarnsystem für entweichende Gase aus einem System. Gaswarngeräte für den persönlichen Schutz dienen zur Gewährleistung der Sicherheit von Personal, das möglicherweise in einem bestimmten Bereich tätig ist. Stationär oder portabel, alle Gaswarngeräte sind Punktdetektoren insofern, dass sie Gas nur in direktem Kontakt mit den Sensoren erkennen. Menschen sind portabel, das heißt, sie begeben sich in einen bestimmten Bereich und entfernen sich wieder daraus. Somit besteht keine Möglichkeit, dass eine stationäre Anlage zur Überwachung von Gasen, die nur das Gas erkennt, das in dieses Messgerät hinein diffundiert wird, das gesamte Leckagepotenzial in einem bestimmten Bereich abdeckt. Damit ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ein ausströmendes Gas und ein Arbeiter beide in einen Bereich gelangen, der nicht durch eine stationäre Anlage abgedeckt wird. Deshalb glaube ich auf keinen Fall, dass ein stationäres Gaswarngerät eine echte Alternative für ein portables Gaswarngerät für den persönlichen Schutz sein kann.

Das zweite Problem ist, dass stationäre Anlagen – und es tut mir leid, das sagen zu müssen – üblicherweise nicht die regelmäßige und vorbeugende Wartung erfahren, die hätte ausgeführt werden sollen. Ich habe zu viele Fälle von nicht gewarteten stationären Anlagen zur Überwachung von Gasen erlebt, die einfach nicht funktionierten und jeder war damit so klug wie zuvor. Leider gibt es tatsächlich keine Möglichkeit, um zu wissen, dass eine stationäre Anlage korrekt funktioniert, bevor man Arbeiter in einem bestimmten Bereich schickt. Portabel oder stationär, das gilt für beide. Die einzige Möglichkeit, um sicher zu sein, dass ein Gaswarngerät tatsächlich Gas erkennt, ist ein Test mit Gas.

Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich möchte damit nicht sagen, dass stationäre Anlagen keine maßgebliche Rolle für die Sicherheit spielen. Stationäre Anlagen sind häufig durch unterzeichnende Versicherungsunternehmen zum Schutz von Werken vorgeschrieben und sogar durch einige elektrische Sicherheitsnormen. Durch den Schutz des Werks schützen sie gleichzeitig das Leben von Menschen, die im jeweiligen Werk arbeiten. Eine stationäre Anlage kann frühzeitig vor Gasgefahren warnen, bevor ein Arbeiter einen Fuß in den entsprechenden Bereich setzt. Doch wenn ich mein Leben darauf setzen soll, dass ein Gaswarngerät korrekt funktioniert und mein Leben schützt, entscheide ich mich stets für ein portables Gaswarngerät.