5-Gaswarngeräte: Erweiterte Erkennungsfunktionen für gefährliche Umgebungen

5-Gaswarngeräte: Erweiterte Erkennungsfunktionen für gefährliche Umgebungen

Jackie Cappucci | Freitag, 26. Juni 2020

Gefahren durch Gas. Diese treten in fast allen Branchen auf. Verfügen Sie über eine Überwachungslösung, die vor jenen Gefahren warnt, die Ihr Unternehmen stilllegen könnten?

Ihre Mitarbeiter könnten jeden Tag mit dem Austreten gefährlicher Gase konfrontiert werden, die für sie zur Bedrohung werden und Ihre Projekte oder Ihr ganzes Unternehmen in Gefahr bringen könnten. Leider sind viele dieser gefährlichen Gase unsichtbar und auch geruchlos – und oft ist es schon zu spät, wenn man sie riecht. Aus diesem Grund benötigen Sie Gaswarngeräte. Gaswarngeräte für den persönlichen Schutz überwachen kontinuierlich die Zusammensetzung der Luft in Ihrem Atembereich. So werden Sie auf eventuelle Gefahren aufmerksam gemacht und können kluge Entscheidungen für Ihre Sicherheit treffen.

Auch wenn es kein Allzweck-Gaswarngerät gibt, das vor jeder möglichen Kombination gefährlicher Gase warnt, ist ein Mehrgas-Warngerät schon mal ein guter Anfang. Mit der Verwendung eines richtig konfigurierten 5-Gaswarngeräts wie dem Ventis® Pro5 verbessern Sie auf jeden Fall die Erkennungsrate und können sich besser vor den Gefahren durch Gas in Ihrer Umgebung schützen.

Je nach Branche müssen andere gefährliche Gase überwacht werden. Die von Ihnen für eine bestimmte Anwendung ausgewählte Sensorkombination bietet in einer anderen Anwendung unter Umständen nicht den gleichen Schutz. Für eine möglichst genaue Erkennung müssen Sie Ihre Sensoren speziell auf die Gase abstimmen, die in Ihrer Anwendung am wahrscheinlichsten auftreten oder auf jene, deren Auftreten die größte Gefahr darstellt.

Überprüfen Sie die Informationen unten, um herauszufinden, welche Gase in Ihrer Branche überwacht werden sollten.

Zellstoff und Papier, Wasseraufbereitung, Werften

Die gefährlichsten Gase sind Methan (CH4), Schwefelwasserstoff (H2S) sowie ein zu geringer Sauerstoffgehalt. Schwefelwasserstoff und Methan werden durch die Zersetzung organischer Materialien freigesetzt. Eine gewisse Konzentration dieser Gase führt zu einem unzureichenden Sauerstoffanteil in der Luft und in bestimmten Fällen sogar zu einer Explosion, falls eine Zündquelle vorhanden ist.

Unter Umständen sind auch andere Gefahren durch Gas vorhanden, die zu zahlreich sind, als dass sie hier alle aufgeführt werden könnten. Neben den drei bekannten, gefährlichen Gasen droht auch Gefahr durch die zur Reinigung verwendeten Chemikalien wie Ammoniak (NH3), Chlor (Cl2) oder Chlordioxid (CIO2), die zur Entgiftung von Feststoffen und Abwasser eingesetzt werden. Darüber hinaus können die von Industriebetrieben in das Abwassersystem entsorgten Chemikalien die Grundlage für die Entstehung einer unbegrenzten Anzahl giftiger oder explosiver Gase bilden.

Chemische Raffination

Bei Verfahren der chemischen Raffination kommen normalerweise gefährliche Stoffe mit sehr niedrigem Flammpunkt, niedriger UEG (unterer Explosionsgrenze) und einem breiten Zünd-/Explosionsbereich zum Einsatz. Bei der UEG handelt es sich um die geringste Konzentration eines Gases oder Dampfes in der Luft, die sich entzündet, wenn eine Zündquelle vorhanden ist. Bei vielen brennbaren Gasen liegt die UEG bei unter 5 Volumenprozent. Demnach besteht sogar dann ein hohes Risiko, wenn nur geringe Konzentrationen des Gases in die Luft entweichen.

Um den Schutz von Mitarbeitern zu gewährleisten, müssen giftige Gase, die bei der chemischen Raffination verwendet werden, z. B. Ammoniak (NH3) und Chlor (Cl2), normalerweise bei einer Konzentration von unter 100 ppm (0,01 Volumenprozent) erkannt werden. Sie werden durch den Einsatz verschiedener Sensoren erkannt. Bei Ammoniak handelt es sich um ein farbloses Gas mit stechendem Geruch, das oft in einer Vielzahl von industriellen Umgebungen verwendet wird. In Kombination mit bestimmten Substanzen wie Chlor reagiert es explosiv.

Getränke- und Nahrungsmittel

Das in der Getränke- und Nahrungsmittelbranche vielleicht am häufigsten verwendete Gas ist Kohlendioxid (CO2). Kohlendioxid wird oft für die Anreicherung von Getränken mit Kohlensäure genutzt oder in Form von Trockeneis zur Kühlung. Es wird mithilfe von Backtriebmitteln wie Hefe hergestellt. Da Kohlendioxid schwerer als Luft ist, kann es bei hoher Konzentration zur Erstickung führen. Daher sollte es immer zusammen mit dem Sauerstoffgehalt der Luft überwacht werden.

Nahrungsmittel- und Getränkehersteller verwenden viele Tonnen von Ammoniak (NH3) für Kühlung, Schockfrosten und in Containern, sodass bei allen diesen Anwendungen die Gefahr einer Gasfreisetzung besteht.

Gefährliche Stoffe

Wenn Erstversorger an einem Einsatzort mit gefährlichen Stoffen eintreffen, wissen sie meist nicht, ob sie einen Bereich mit gesundheitsgefährdenden oder möglicherweise sogar tödlichen Chemikalien betreten. Mithilfe von 5-Gaswarngeräten können Erstversorger den Einsatzort kontinuierlich auf eine Vielzahl unterschiedlicher Gase überwachen. Je nach Situation treffen Einsatzkräfte bei Notfällen oft auf ausgetretenes Kohlendioxid (CO2), Chlorgas (Cl2), Schwefelwasserstoff (H2S), Schwefeldioxid (SO2) sowie auf eine Vielzahl möglicherweise explosiver Substanzen.

Falls Sie in einer Branche arbeiten, in der ein Einsatz von 5-Gaswarngeräten die Sicherheit verbessern könnte, sollten Sie es nicht riskieren, ohne ein solches Gaswarngerät zu arbeiten. Werfen Sie einen Blick auf unsere Tabelle mit Gefahren durch Gas und Sensorkonfigurationen oder sprechen Sie mit einem unserer Experten, um die richtige Sensorkonfiguration für Ihre Anwendung herauszufinden.