Glossar

Allgemeines Wissen rund um Gase


A

Alarm: Akustische oder visuelle Signale bzw. Vibrationen, die auf eine gefährliche Konzentration brennbarer oder giftiger Gase bzw. auf eine Atmosphäre mit geringem Sauerstoffgehalt hinweisen.

Umgebungstemperatur: Die in der unmittelbaren Umgebung vorherrschende Temperatur.

Genehmigungsbehörden: Diese Behörden haben eine Reihe von elektrischen Standards entwickelt, die in den entsprechenden Ländern oder Tätigkeitsbereichen allgemein als verpflichtend anerkannt sind. Zu solchen Behörden zählen in den USA Factory Mutual und Underwriters Laboratories, in Kanada die Canadian Standards Association. Standards für verschiedene Branchen werden auch von den spezifischen Genehmigungsbehörden festgelegt, beispielsweise von der Küstenwache für auf See verwendete Geräte.

Aromatische Kohlenwasserstoffe: Eine Gruppe von Kohlenwasserstoffverbindungen, die einen geschlossenen Ring bildet und von Benzol abgeleitet wird. Am häufigsten kommen Toluen und Xylen vor.

Ansaugen: Das Hineinziehen von Gas durch Ansaugen.


B

Hintergrund: Bestandteile in der Probe oder dem Bereich, die sich von dem spezifischen Gas unterscheiden, das überwacht werden soll.

Bohrloch: Eine Öffnung vom Bodenniveau zu einer Leitung, die dazu dient, eine Sonde und einen Schlauch zur Kontrolle auf mögliche Gaslecks einzuführen. 

Anzeigetest (Funktionstest): Anwendung von Gas auf ein Gerät, um seine Funktion zu überprüfen. Dient zur Kontrolle von Sensor- und Alarmansprechverhalten.


C

CCM: Kubikzentimeter pro Minute.

CFM: Kubikfuß pro Minute.

Kalibrieren: Ein Verfahren zur Einstellung eines Messgeräts, um Ungenauigkeiten zu korrigieren. Eine bekannte Gaskonzentration wird als Kalibrierungsstandard verwendet, um die Ausgabe des Geräts zu überprüfen und anzupassen.

Kalibrierkurve: Eine Kurve zeigt den Zusammenhang zwischen der Skalenanzeige des Geräts und einer Gaskonzentration. Die X-Koordinate (horizontale Achse) zeigt in der Regel die Gaskonzentration an, während die Y-Achse (vertikale Achse) die Anzeige des Messgeräts darstellt. Die Kalibrierkurven ermöglichen die Interpretation der Messwerte bestimmter Gase, die nicht der ursprünglichen Kalibrierung des Geräts entsprechen.

Katalysator: Eine Substanz, die eine chemische Veränderung beschleunigt oder verzögert, selbst jedoch stabil bleibt. Bei dem für die Gasanalyse am häufigsten verwendeten Katalysator handelt es sich um Platin. Das Platin wird in Drahtfrom im Sensorelement (Filament) verwendet. Bei Kontakt eines Gemischs aus Luft und brennbaren Gasen oder Dampf mit einem erhitzten Draht aus Platin (Katalysator)
kommt es an der Drahtoberfläche zu einer spontanen Reaktion der brennbaren Gase mit dem Sauerstoff der Luft. Dadurch steigt die Temperatur des Drahts und sein elektrischer Widerstand nimmt zu.

Gehäuse: Das Gehäuse eines elektronischen Geräts.

Schaltkreis: Ein elektrisches Netzwerk, das über mindestens eine Leiterbahn verfügt, die geschlossen werden kann.

Leiterplatte: Ein Träger, auf dem elektronische Komponenten so angeordnet sind, dass elektrische Signale von einer Komponente zur nächsten übertragen werden können. Normalerweise handelt es sich bei dem
Träger um eine Glasfaserplatte, auf die Leiterbahnen aufgebracht werden. Die Leiterbahnen bilden einen Übertragungsweg zwischen den elektronischen Komponenten.

Standorte der Klasse I: Bei Standorten der Klasse I können entzündliche Gase oder Dämpfe in der Luft in einer solchen Menge vorhanden sein, die zur Bildung explosiver oder zündfähiger Mischungen führt. Eine Klassifizierung des National Electrical Code. 

Standorte der Klasse II: Standorte der Klasse II sind gefährlich, weil dort brennbarer Staub vorhanden ist. Eine Klassifizierung des National Electrical Code.

Standorte der Klasse III: Standorte der Klasse III sind gefährlich, weil dort leicht entzündliche Fasern oder Flugstaub vorhanden sind. Eine Klassifizierung des National Electrical Code.

Verbrennung: Bei diesem Prozess wird eine Substanz mit Sauerstoff kombiniert, wobei in der Regel Wärme freigesetzt wird.

Konzentration: Die Menge eines Gases pro Volumeneinheit, normalerweise angegeben in %, % UEG oder ppm.

Brennbares Gas: Ein Gas, dessen Flammpunkt so niedrig und dessen Explosionsbereich so groß ist, dass die Gefahr einer Zündung besteht.

Kondensation: Der Niederschlag von Dampf oder Gas zu einer Flüssigkeit, in der Regel durch Abkühlung oder einer Veränderung des Drucks.

Beengter Raum: Jeder Raum: 1) dessen Betreten oder Verlassen nur mit Einschränkungen möglich ist; 2) der so groß ist, dass eine Person ihn betreten und dort Arbeiten durchführen kann; 3) der nicht für einen dauerhaften Aufenthalt konzipiert oder ausgestattet ist.

Querempfindlichkeit: Eine Sensorreaktion auf ein Störgas. Wird ein Sensor einem Gas ausgesetzt, für dessen Messung er nicht ausgelegt ist, kann dies zu einem unerwünschten Ansprechverhalten führen, das positiv oder negativ ausfallen kann.


D

Datenlogger: Ein Gerät, in dem Informationen elektronisch gespeichert werden.

Detektor: Das Fühlerelement eines Gaswarngerätes, das gelegentlich auch als Filament oder Sensor bezeichnet wird. Der Begriff „Detektor“ wird auch für die Gehäusebaugruppe verwendet, die das Fühlerelement beherbergt.

Diffusion: Eine Ausbreitung und Durchdringung des eingenommenen Raums. Bei einem Diffusionsgaswarngerät wird das Fühlerelement kontinuierlich der zu überwachenden Atmosphäre ausgesetzt. Über dieses Fühlerelement strömt die Probe durch die natürliche Ausbreitungsbewegung des Gases und wird nicht von einer Pumpe angesaugt.

Verdünnung: Bei diesem Prozess erfolgt eine Verdünnung der Mischung. Bei der Überwachung von Gasen kann eine Gaskonzentration durch die Zufuhr von Luft verdünnt oder abgeschwächt werden.

Gleichstrom (DC): Unidirektionaler Strom, der gleichmäßig fließt. Die meisten tragbaren Gaswarngeräte werden mit Gleichstrom betrieben, der von unterschiedlichen Batterietypen stammen kann.

DualSense®-Technologie: Die DualSense Technologie nutzt zwei Sensoren der gleichen Art zum Erkennen eines einzelnen Gases. Die Werte werden dann von einem proprietären Algorithmus verarbeitet und als ein Gerätewert angezeigt. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Gerät nicht dazu in der Lage ist, im Einsatz Gas zu erkennen. Dies wiederum macht Geräte mit DualSense Technologie sicherer als Geräte mit nur einem einzigen Sensor.


E

Elektrolyt: Eine Substanz, die bei Auflösung in einem geeigneten Lösungsmittel, beispielsweise in Wasser, ein leitendes Medium produziert. Man kann auch die Schwefelsäure in einem Akku als Elektrolyt bezeichnen. Das in manchen Sauerstoffzellen verwendete Kaliumazetat ließe sich ebenfalls als Elektrolyt bezeichnen.

Elektrode: Ein Leiter, über den ein Strom in eine Flüssigkeit, ein Gas oder ein Isoliermaterial fließt oder aus diesem abgeleitet wird. In Sensoren für giftiges Gas kommen Elektroden zum Einsatz. Sie dienen dazu, den Strom aus dem Elektrolyt in den Messkreis des Geräts zu leiten.

Elektromagnetische Interferenz (EMI): Eine elektromagnetische Störung, die den Betrieb von elektronischen und elektrischen Geräte stört, blockiert oder auf andere Weise beeinträchtigt oder einschränkt.

Explosionsgrenzen: Die Explosionsgrenzen von Gasen, Dämpfen und Staub, gemessen als Volumenprozent, bei Verwendung mit einer Zündquelle. Gase, Dämpfe und Staub besitzen eine Untere Explosionsgrenze (UEG) und eine Obere Explosionsgrenze (OEG). Bei der UEG handelt es sich um die Mindestkonzentration oder das Mischverhältnis, bei dem es zu einer Explosion kommen kann. Bei der OEG handelt es sich um die Höchstkonzentration oder das Mischverhältnis, bei dem es zu einer Explosion kommen kann. Liegt die Gaskonzentration unter der UEG, ist die Mischung für eine Explosion zu mager. Liegt die Gaskonzentration über der OEG, ist die Mischung für eine Explosion zu fett. Weitere Informationen zu den Begriffen UEG und OEG finden Sie im Glossar.

Explosionsgeschütztes Gehäuse: Ein Gehäuse, das einer Explosion standhalten kann.


F

Factory Mutual (FM): FM-Approvals zertifizieren industrielle und kommerzielle Produkte und Services für Unternehmen weltweit. Erfüllt ein Produkt oder Service die Standards für FM-Approvals, wird eine „FM APPROVED“ Kennzeichnung verliehen. Diese weist auf eine erwartungsgemäße Leistung und die Unterstützung der Schadenverhütung durch das Produkt bzw. den Service hin.

Glühfaden: Das in einem Gaswarngerät für brennbare Gase verwendete Fühlerelement, normalerweise in Form einer Spule oder eines Platindrahts.

Filter: Ein Gerät zur Reinigung und Säuberung der eingesaugten Gasprobe. Beispielsweise wird oft ein Wattepad oder Zylinder zum Auffangen von Staub verwendet.

Entzündlich: Explosives Gas, das entzündet oder verbrannt werden kann.

Flammschutzgitter: Eine Barriere für das aktive Filament in einem Gerät, die nach dem Prinzip der katalytischen Reaktion funktioniert. Das Flammschutzgitter besteht oft aus feuerfestem porösem Material, beispielsweise Sinterbronze, Edelstahl oder Monel®. Es dient dazu, ein Übergreifen von Flammen, die durch eine brennbare Gasmischung entstehen könnten, auf das Filament zu verhindern.

Flammenausbreitung: Die Ausbreitung einer Flamme von der Zündquelle mithilfe einer entzündlichen Mischung.

Flammpunkt: Die Temperatur einer Flüssigkeit, bei deren Erreichen sie genügend Dampf abgibt, um zusammen mit der Luft nahe ihrer Oberfläche oder innerhalb des verwendeten Behälters eine zündfähige Mischung entstehen zu lassen.

Durchflussmesser: Ein Gerät zur Messung der Durchflussrate der Probe.

Funktionstest (Anzeigetest): Anwendung von Gas auf ein Gerät, um seine Funktion zu überprüfen. Dient zur Kontrolle von Sensor- und Alarmansprechverhalten.


G

Gas: Liegt in flüssiger Form vor und ist bis zu einem bestimmten Grad komprimierbar. Aufgrund der relativ freien Bewegung seiner Moleküle diffundiert es in andere Formen von Materie und kann sich unbegrenzt in alle Richtungen ausdehnen.

Guaranteed for Life: Die Guaranteed for Life™ Garantie deckt alle Komponenten eines Produkts ab, solange dieses von Industrial Scientific unterstützt wird. Dies schließt Verbrauchsmaterialien wie Sensoren, Batterien, Wassersperren und Filter nicht mit ein.


H

Arbeiten mit offener Flamme: Schweiß- oder Schleifarbeiten, bei denen in der Regel eine Zündquelle vorhanden ist.

Feuchtigkeit: Die Menge des in der Luft vorhandenen Wasserdampfs. Es gibt drei Arten von Feuchtigkeit: absolute, relative und spezifische.

Kohlenwasserstoff: Eine von vielen Verbindungen, die hauptsächlich Wasserstoff und Kohlenstoff enthalten. Die meisten der von Sensoren für brennbare Gase überwachten Gase fallen in diese Kategorie.


I

Zündpunkt: Die Temperatur, bei der sich eine Substanz entzündet und brennt, ohne dass hierfür eine separate Zündquelle erforderlich wäre.

Unmittelbare Gefahr für Leben und Gesundheit (IDLH): Wird von der US National Institute for Occupational Safety and Health (NIOSH) als Kontakt mit Luftschadstoffen definiert, die „wahrscheinlich zum Tode führen oder unmittelbare oder verzögerte, dauerhaft schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben oder ein Entkommen aus einer solchen Umgebung verhindern“. Beispiele hierfür sind Rauch oder andere giftige Gase in ausreichend hoher Konzentration.

Schutzgas: Ein Gas ohne aktive chemische Eigenschaften – neutral. Zu dieser Gruppe zählen Helium, Neon und Argon. Im Hinblick auf die Analyse brennbarer Gase werden Stickstoff und Kohlendioxid, wenn auch nicht so streng, als Schutzgase behandelt, da bei ihnen keine Verbrennungsreaktion auftritt und sie eine solche Reaktion auch nicht unterstützen.

Hemmstoffe: Substanzen, die die katalytische Reaktion am Pellistor des UEG-Sensors bremsen. Diese Hemmstoffe bremsen die Arbeitsweise eines Katalysators lediglich.

Anorganisch: Alle nicht zu den Kohlenwasserstoffen oder organischen Substanzen zählenden Elemente und Komponenten.

Eigensicher: Dieser Begriff bezieht sich auf ein Gerät, das nicht zu einer Zündquelle werden kann, da in seinen Schaltkreisen nur eine geringe Energiemenge fließt. Bei vielen Anwendungen ist die Umgebungsatmosphäre so gefährlich, dass dort keinerlei Zündquellen zugelassen sind. In diesen Fällen müssen die unter diesen Bedingungen verwendeten Geräte durch eine Genehmigungsbehörde (FM oder UL) als eigensicher zertifiziert werden.

Ionen: Atome oder eine Gruppe von Atomen, die eine positive oder negative elektrische Ladung aufgenommen haben.

Ionisierung: Das Aufbrechen von Molekülen in elektrisch geladene Atome oder Gruppen von Atomen.

Ionisierungspotenzial (IP): Die zum Aufspalten einer Chemikalie in elektrisch geladene Partikel erforderliche Energiemenge. Das Ionisierungspotenzial wird in der Einheit Elektronenvolt (eV) gemessen.


L

Mager: Eine Gas-Luftmischung, deren Anteil an brennbarem Gas zu niedrig ist, um entzündet zu werden.

Linearität: Der Grad, zu dem eine bestimmte prozentuale Steigerung des Gasanteils die gleiche prozentuale Steigerung des angezeigten Messwerts bewirkt.

Untere Explosionsgrenze (UEG): Die Mindestkonzentration eines brennbaren Gases, die bei Zufuhr von Sauerstoff zu einer Explosion führen könnte. Diese Konzentration wird in Volumenprozent angegeben. Bei Geräten für brennbare Gase, die zur Erkennung explosiver Atmosphären verwendet werden, wird die Konzentration als Prozentfaktor des unteren Explosionsgrenzwerts angegeben. Eine Messung von 100 % UEG entspricht dem Prozentsatz der Volumenkonzentration, bei dem eine Verbrennung möglich ist.


M

Membran: Ein inertes Material mit Poren gleichmäßiger Größe. Über diese Poren ist im gasförmigen Zustand der Austausch von Molekülen möglich. In der Regel ist der Austausch von Flüssigkeiten aufgrund ihrer Dichte nicht möglich.


N

National Electric Code (NEC): Eine Reihe von Normen für die Entwicklung und Installation elektronischer Geräte in den USA, um eine sichere Installation zu gewährleisten. Der NEC wird von der NFPA gepflegt und überwacht.

National Fire Protection Association (NFPA): Eine gemeinnützige Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Verfahren zum Schutz vor und der Verhinderung von Bränden zu verbessern, Informationen zu diesen Themen zu veröffentlichen und die Zusammenarbeit zwischen ihren Mitgliedern und Behörden sicherzustellen, um Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von Leben und Eigentum zu etablieren.


O

Organisch: Von oder mit Bezug zur Natur von Organismen, Tieren oder Pflanzen. Jede chemische Verbindung, die durch Lebensprozesse gebildet wird, hauptsächlich Kohlenwasserstoffe.

Messblende: Eine kleine Öffnung zu einem Hohlraum. Für die Messung von Gasen wird eine kleine Öffnung mit festgelegten Abmessungen im Gasfluss platziert, um einen vorhersagbaren Druckunterschied für einen bestimmten Gasstrom zu erzeugen.

Oxidation: Das Verfahren zur Verbindung oder die Einleitung einer chemischen Verbindung mit Sauerstoff, der Zustand einer solchen Verbindung, d. h. Rost.

Ozon: Eine Verbindung mit drei Sauerstoffatomen, die als Gas eine bläuliche Farbe und einen stechenden Geruch besitzt. Entsteht in einem natürlichen Prozess in der oberen Atmosphäre durch eine photochemische Reaktion mit ultraviolettem Sonnenlicht oder durch elektrische Entladung bei normalen Sauerstoff.


P

Parts per Million (ppm): Eine Maßeinheit für kleine Mengenverhältnisse oder Konzentrationen. Sie gibt das Volumen eines vorhandenen Gases im Verhältnis zu einer Menge von 1 Millionen Teilchen in der Luft an. 1 Volumenprozent = 10.000 ppm, 100 Volumenprozent = 1.000.000 ppm.

Aufsteckbare Pumpe: Die Stromversorgung dieser aufsteckbaren Pumpe erfolgt durch den Akku des Geräts, an dem sie betrieben wird.

Spitzenwert: Der höchste gemessene Wert eines giftigen Gases und untere Explosionsgrenze des Gases, sowie der niedrigste gemessene Sauerstoffwert.

Durchlässigkeit: Die Qualität oder der Zustand, der eine Durchlässigkeit ermöglicht, insbesondere von Flüssigkeiten und Gasen.

Zulässiger Grenzwert (PEL): Bei PELs handelt es sich um vorgeschriebene Grenzwerte für die Menge oder Konzentration einer Substanz in der Luft. Die PELs basieren auf einer Belastung mit einem zeitgewichteten Durchschnitt (TWA) von 8 Stunden. (OSHA, 2010)

Photoionisationsdetektor (PID): Ein Gerät zur Überwachung von Umgebungsluft, das Kohlenwasserstoffdämpfe und bestimmte anorganische Dämpfe durch Photoionisation erkennt.

Photoionisation: Die Bestrahlung von Chemikalien mit ultraviolettem Licht, um ihre Moleküle in elektrisch geladene Ionen umzuwandeln.

Vergiftung: Bei der Überwachung von Gasen ist hier die Beeinträchtigung des Sensorelements durch bestimmte Gase gemeint. Ein Beispiel hierfür wäre die nachlassende Empfindlichkeit eines Platinfadens bei Auftreten von Silikondämpfen.

Potentiometer: Ein Gerät mit variablem Widerstand und drei Anschlüssen, in dem sich ein Schieber vom einen Extrem zum anderen bewegt und dabei verschiedene Werte für den Widerstand anzeigt. Bei Geräten werden Potentiometer für die Nullung, Volteinstellung und zur Kontrolle der Kalibrierung verwendet.

Sonde: Eine starre hohle Verlängerung für die Produktlinie der Gasentnahmesonden, die es ermöglicht, in ansonsten nicht zugänglichen Bereichen eine Gasprobe zu nehmen.

Flammenausbreitung: Die Ausbreitung einer Flamme von der Zündquelle mithilfe einer entzündlichen Mischung.

Säuberung: Die Entfernung entzündlicher, brennbarer und giftiger Gase aus einem begrenzten Raum, bevor dort Heißarbeiten durchgeführt werden. Nach einer richtig durchgeführten Säuberung sollte eine Messung Null ergeben.


R

Reaktionskammer: Eine Kammer oder ein Gehäuse, in dem während der Gasmessung eine Reaktion oder eine Umwandlung von Gas erfolgt.

Funkfrequenzstörung: Die von Elektronikschaltkreisen abgegebene elektromagnetische Strahlung mit schnell wechselnden Signalen, die in der Folge des Normalbetriebs entsteht und unerwünschte Signale (Störungen oder Rauschen) verursacht, die andere Schaltkreise beeinträchtigen.

Empfohlener Grenzwert: NIOSH „TWA“ gibt eine zeitlich gewichtete mittlere Konzentration für eine Belastung von bis zu zehn Stunden pro Arbeitstag in einer 40-Stundenwoche an. Die Kurzzeitexposition (STEL) ist durch das „ST“ vor dem Wert gekennzeichnet. Sofern nicht anders angegeben, handelt es sich bei der KZE um eine Belastung von 15 Minuten, die keinesfalls überschritten werden darf. Ein oberer empfohlener Grenzwert ist durch das „C“ vor dem Wert gekennzeichnet. Sofern nicht anderweitig angegeben, darf dieser Grenzwert keinesfalls überschritten werden.

Aufnahmegerät: Ein Gerät, das eine Gasmessung graphisch darstellen kann.

Wiederholgenauigkeit: Der Grad, zu dem nacheinander durchgeführte Messungen derselben Probe mit dem gleichen Gerät übereinstimmen.

Widerstand: Die Eigenschaft aller Materialien, dem Fluss des elektrischen Stroms Widerstand zu leisten und dabei elektrische Energie in Wärme umzuwandeln.

Ansprechverhalten: Die Anzeige auf der Skala des Geräts, die auf eine Veränderung in der Zusammensetzung der gemessenen Gasmischung reagiert.

Fette Mischung: Eine zu große Menge brennbarer Gase im Hinblick auf die untere Explosionsgrenze oder den Erkennungsbereich des Gaswarngeräts.


S

Probe: Eine repräsentative Menge der zu überprüfenden Atmosphäre.

Probennahme: Das für die Überwachung von Gasen verwendete Verfahren, bei dem das Detektorteil des Geräts eine Probe über einen Schlauch oder ein Rohr ansaugt.

Empfindlichkeit: Bei der Überwachung von Gasen lassen sich selbst kleinste Veränderungen in der Zusammensetzung von Gasen über die Anzeige des Gaswarngeräts ablesen.

Kurzfristiges Belastungslimit (KZE): Eine Belastung mit einem zeitgewichteten Durchschnitt (TWA) von 15 Minuten, die an einem Arbeitstag höchstens vier Mal überschritten werden darf, wenn sich die betroffene Person dazwischen mindestens eine Stunde an der frischen Luft aufhält.

Kalibrierreserve: Die verbleibende Sensorlebensdauer bei normaler Verwendung. Vor der Überprüfung der Kalibrierreserve muss der Sensor ordnungsgemäß auf Null gesetzt werden und stabil sein.


T

Maximale Arbeitsplatz-Konzentration (MAK): Die maximale Konzentration einer Substanz, der ein Arbeiter ohne Beeinträchtigungen aufzuweisen, während einer Arbeitswoche von 5 Tagen mit je 8 Stunden ausgesetzt werden darf. Die allgemein üblichen Werte finden sich in den verschiedenen Richtlinien, die von der American Conference of Governmental Hygienists veröffentlicht wurden, und geben den Grenzwert für die Konzentration giftiger Substanzen in der Luft (ACGIH) an.

Zeitlich gewichteter Durchschnitt (TWA): Die durchschnittliche Gasexposition im Laufe der Zeit. Normalerweise über einen Zeitraum von 8 Stunden gemittelt.

Wärmeleitfähigkeit: Die Fähigkeit einer Substanz zur Weiterleitung oder Übertragung von Wärme zwischen zwei Punkten mit verschiedener Temperatur. Bei der Gasanalyse handelt es sich hierbei um die Fähigkeit einer Gasprobe, Wärme auf eine Spule oder einen Draht zu übertragen bzw. von diesem abzuleiten. Jedes Gas besitzt eine individuelle Wärmeleitfähigkeit, wobei bestimmte Gase wesentlich leitfähiger sind als andere.

Giftig: Toxisch. Im Rahmen des Arbeitsschutzes wird die Giftigkeit definiert als die schädliche Wirkung, die unter bestimmten Bedingungen oder Belastungen auftritt.


U

Underwriters Laboratories: Eine unabhängige Organisation, die elektrisch betriebene Produkte und Zubehör vor allem im Hinblick auf Sicherheit und gefahrlose Nutzung untersucht und zertifiziert. Zertifizierte Produkte werden von UL veröffentlicht und mit der UL-Kennzeichnung versehen. Eine spätere Kontrolle stellt sicher, dass ein Hersteller keine nicht zertifizierten Änderungen am Produkt vornimmt. Die Underwriters Laboratories stehen in keiner Verbindung mit Bundes- oder anderen Behörden. Allerdings setzen die Vorschriften vieler lokaler Behörden für bestimmte Klassen von elektrischen Geräten eine Zertifizierung durch die UL voraus.

Obere Explosionsgrenze (OEG): Die maximale Konzentration eines brennbaren Gases, die bei Zufuhr von Sauerstoff zu einer Explosion führen könnte. Wird auch als obere Zündgrenze angegeben.


V

Dampf: Jedes Substanz in gasförmigem Zustand, bei der es sich unter normalen Bedingungen um eine Flüssigkeit oder einen Feststoff handelt; eine in Gas verwandelte Flüssigkeit oder ein Feststoff.

Flüchtige organische Verbindungen (VOC): Organische Chemikalien, die bei gewöhnlichen Umgebungstemperaturen bzw. Zimmertemperatur einen hohen Dampfdruck besitzen. Ihr hoher Dampfdruck ist auf einen niedrigen Siedepunkt zurückzuführen und sie können eine chronische toxische Wirkung besitzen. VOCs können künstlich hergestellt werden oder kommen auch in der Natur vor.

Flüchtige Gase: Schnelle Verdunstung bei normalen Temperaturen und Kontakt mit Luft; können bereits bei Raumtemperatur verdunsten.

Spannung: Eine in Volt ausgedrückte Differenz des elektrischen Potentials.

Volumenprozent: Ein prozentualer Anteil von 100 % einer Gas-/Luftmischung; normalerweise auf den prozentualen Anteil eines bestimmten, zu untersuchenden Gases angewendet.


W

Wasserabscheider oder Feuchtigkeitsfalle: In der zu einem Gasanalysegerät führenden Probenleitung montierter Behälter, der Flüssigkeiten auffängt. Verhindert, dass Wasser oder andere Flüssigkeiten in das Gasanalysegerät gesaugt werden. Kommt zum Einsatz, wenn die Gefahr besteht, dass Flüssigkeiten oder kondensierbare Dämpfe in die Probenleitung gelangen.

Wheatstonebrücke: Eine elektrische Brückenschaltung mit vier Leitern, die als Widerstandsschaltung dienen; wird zur Messung des Widerstands verwendet. Bei einem Gaswarngerät beanspruchen normalerweise ein aktiver und ein Referenzdraht zwei Leiter der Brückenschaltung. Der Referenzdraht und die beiden anderen Widerstandselemente bilden einen festen Widerstand, während die aktiven Sensorelemente bei Kontakt mit einer Gasprobe als variable Widerstände fungieren. Sie stören so das Gleichgewicht der Schaltung und führen zur Anzeige eines Messwerts am Gerät.


Z

Null: Dieser Begriff bezieht sich auf das Referenzniveau eines Gerät und zeigt an, dass keine Überwachungsaktivität vorliegt.

Nullpunktdrift: Beschreibt den Zustand, wenn kein Gas vorhanden ist und sich die Anzeige des Messgerätes langsam nach oben oder unten verschiebt.

HAFTUNGSAUSSCHLUSS FÜR SCHULUNG: Diese Schulungsvideos und Schulungsmaterialien unterstützen Angestellte, Mitarbeiter und andere Personen bei der Verbesserung des Arbeitsschutzes, indem sie diese Personengruppe über die praktische Verwendung der Gaswarngeräte von Industrial Scientific® informieren. Wir bemühen uns um eine gründliche Darstellung der spezifischen Themen, es ist allerdings im Rahmen einer solchen Darstellung nicht möglich, alle Aspekte abzudecken. Aus diesem Grunde sind diese Informationen lediglich als Grundlage zu betrachten, die Sie bei der Bedienung der Gaswarngeräte von Industrial Scientific® unterstützt. Abschließend ist zu beachten, dass die Industrial Scientific Corporation diese Schulungsmaterialien und Videos bei einer Einführung neuer Technologie, Informationen oder Bedingungen unter Umständen aktualisiert. Sie können sich über solche Entwicklungen auf dem Laufenden halten, indem Sie unsere Website unter www.indsci.com besuchen oder unsere App herunterladen, um einen Blick auf die vollständige und aktualisierte Bibliothek unserer Schulungsmaterialien zu werfen.